Tweet #AAAGermany
Ziele der Schulpartnerschaft von Deutschland - Malawi
Was treibt uns an, um Schulen beider Länder miteinander zu verbinden?
Die junge Generation ist unsere Zukunft! Wir wollen die Menschen von Malawi und Deutschland einander näher bringen und so unseren Beitrag zum gegenseitigen Verstehen leisten.
Dabei soll vor allem das Bewusstsein der Schüler, Eltern und Lehrer zur Erhaltung der Umwelt und zur Wiederaufforstung gestärkt werden.
Ausführliche Informationen
Mit der Mpatsa Community Day Secondary School (Mpatsa CDSS) erörterten wir Ende 2014 folgende Themen:
Konzept für eine Schulpartnerschaft
Schulpartnerschaft zwischen der Mpatsa CDSS und Secondary School in Tengani und dem Theodor-Heuss-Gymnasium in Pforzheim.
Es geht auch darum, dass nach entsprechender Festigung der Partnerschaft die Schüler und Lehrer sich gegenseitig besuchen.
Wenn wir die unterschiedlichen geografischen und klimatischen Gegebenheiten zwischen beiden Ländern vergleichen,
kommen wir zwangsläufig auf die Themen
"Wasser und Ernährung" zu sprechen.
"Bodentypen", "Anbaumethoden"
sowie "Desertifikation und Wiederaufforstung" und generell zu "Umwelterhaltung und-Schutz".
Zu allen Themen kann Active Aid in Africa sowohl in Deutschland als auch in Malawi beitragen:
Bei Unterrichtsbesuchen seitens Active Aid in Africa können die einzelnen Themen vorgestellt und an Hand von Fotos/ Videoclips veranschaulicht werden.
Bei selbständig durch die Schulen geplanten Lehreinheiten kann Active Aid in Africa beratend und begleitend zur Seite stehen.
Wenn nicht nur einzelne Lehrer und Klassen daran teilnehmen, sondern die gesamte Schule involviert wird und wenn sogar die Eltern mit einbezogen werden,
stellt sich ein noch höherer Lerneffekt ein. Durch die Partnerschaft wird außerhalb der üblichen Schulfächer fürs Leben gelernt.
Die Schüler schärfen ihre Sinne für Soziales und globale Zusammenhänge.
Sie erweitern ihren Horizont und werden zu neugierigen Fragen angeregt.
Es sollten möglichst viele Themen behandelt werden, um keinen einseitigen Blick auf die / das Partnerschule/ -Land zu erhalten.
Für alle Partner ist es wichtig, dass sie sich auf gleicher Augenhöhe begegnen. Dies schließt zum Beispiel
rein karitative Aspekte von
deutscher Seite her von Vornherein aus.
Die Schulpartnerschaft wird sich, wenn sie dauerhaft fortgesetzt wird, durch Lernerfolge bei
allen Beteiligten (Lehrer, Schüler, Eltern) bemerkbar machen und idealerweise Langzeiteffekte entfalten.
So können die Beteiligten einen
dauerhaften Blick für die globalen Zusammenhänge und die Rolle jedes Einzelnen darin entwickeln.
Vor Einleitung der Partnerschaft sollten im Vorfeld von beiden Seiten kulturelle Hürden beachtet und gemeinsam darüber beraten werden.
Themen für die künftige Partnerschaft:
1. Klimazonen der Erde, speziell Malawi und Deutschland
2. Desertifikation auf Grund von Abholzung: Feuerholz, wachsende Bevölkerung und speziell für Malawi - Flüchtlingslager zu Zeiten des Bürgerkrieges im angrenzenden Mosambik.
3. Nahrungsüberfluss in Zentraleuropa
Günstiges Klima, Industrialisierte Landwirtschaft, Massentierhaltung und deren Problematik, Anwendung von Chemie (Pestizide, Insektizide,
Dünger).
Überproduktion und Vernichtung von Nahrungsmitteln und Konsumgütern zwecks Preissteuerung mit dem Ziel maximaler Profite
4. Wasser: In vielen Gebieten Afrikas: Mangelware. Ausgeprägte Trockenzeiten, kein Regen, zugleich sehr hohe Temperaturen bedingen hohe Verdunstung, sinkende Grundwasserspiegel, zunehmende biologische und chemische Verseuchung des Grundwassers bedingen einen zunehmenden Trinkwassermangel.
In Deutschland dagegen ohne Mangel: Regen über das gesamte Jahr verteilt, guter Wasserkreislauf, Wasserversorgung stabil, gut funktionierendes Leitungsnetz und Abwasserbehandlung. Alle haben Wasserhähne im Haus, keine weiten Märsche zu Brunnen oder Flüssen nötig.
5. Völkerverständigung:
Jede Schule beschäftigt sich mit der Kultur des Partnerlandes und setzt sich mit der eigenen kritisch auseinander.
Feiern und Feste, auch religiöser Art, Stellung von Mann, Frau, Kind und Tier in der Familie,
Begrüßungsformen und Respekterweisung gegenüber Älteren, Umgang mit Älteren und Behinderten,
unterschiedliche Denkweisen und Logik.
Letzteres kann nur über AAA als Mittler zwischen
beiden Seiten erfolgen und
an Hand von konkreten Beispielen belegt bzw. erläutert werden.
6. Stereotypen über die "anderen":
Alle Afrikaner seien arm, faul und ungebildet.
Alle Europäer seien reich, gierig, geizig und seien immer
schlauer.
Unterschiedliche Rollen von Mann und Frau in Beruf und Haushalt.
Arbeit der Frauen im Haushalt ist in Afrika langwierig,
Kräfte zehrend und schwer. Arbeit für Männer ist auch schwer, weil die dafür nötige Technik fehlt.
Scheinbar faules Herumsitzen und schier endloses Debattieren ist in Wirklichkeit aber die Ausarbeitung der Pläne für den nächsten Tag oder die Klärung von
Streitfällen, Problemen oder auch Austausch von Neuigkeiten als Ersatz von modernen Medien.
Dagegen in Deutschland:
Hohe Mobilität und Vernetzung durch Internet und Mobilfunk.
Haushalt ist technisiert und erfordert minimalen Aufwand -
zeitlich und körperlich.
Daraus ergibt sich ein hohes Freizeitpotenzial für Unternehmungen aller Art.
7. Pflanzaktionen in Schulgarten und Active Aid in Africa-Gelände für die afrikanische Partnerschule und deutsche Besuchergruppen:
Auf dem Active Aid in Africa-Projektfeld lernen die Schüler alles über Umweltschutz, Wiederaufforstung und Müllvermeidung usw.
Praktische Aufgaben für die Schüler, z.B. Aufzucht von Bäumen in der Baumschule von Active Aid in Africa (am besten in einer separaten Abteilung für die
Schule) und später auf dem Feld.
Vermittlung des Nutzens von Bäumen für Umwelt und Natur, Erosionsstopp und Wiederurbarmachung der Böden,
gesunde Ernährung und medizinische Anwendung von Baumbestandteilen.
8. Kritik entwickeln für eigene Gewohnheiten:
z.B.: Warum fahre ich jeden Schritt, um danach eine Stunde zu joggen bzw. im Fitnesscenter abzustrampeln, statt mal zu laufen?
Wie viele Stunden sitze ich am Fernseher umher bzw. tippe auf dem Handy oder PC herum
.
Was ist wirklich nötig, wofür ich Geld ausgebe:
Piercings?
Tattoos?
Zigaretten? Alkohol?
Der neueste Schnickschnack?
Die trendigsten Klamotten von Adidas usw.?
Welche Werte habe ich?
Woher kommen diese?
Welches Fundament haben sie?
9. Gesundheitsfragen,
Hygiene,
medizinische Versorgung,
HIV,
Lebenserwartung
10. Geschichte der Partnerländer (Gesellschaftliche, technische Entwicklungen)